Wer jetzt in den Innenhof der Communität im Kloster Germerode eintritt, wird von dem Wort „ICH BIN“ empfangen und einer Kachel, die eine offene Tür zeigt und weitere Bodenreliefs zu den ICH-BIN-Worten des Johannesevangeliums.

Eine geöffnete Tür, das bedeutet auch Zugang haben. Das wünschen wir unseren Besuchern, dass sie Zugang finden zum Leben. Denn diese Bild-Worte handeln von dem, was zentral ist auf dem Lebensweg: Licht, Brot und Weg – behütet sein und teilen, leben dürfen über die Grenze des Todes hinaus, eins werden. Christophora Janssen OSB hat diese Kacheln entworfen und geschaffen und damit Impulse gegeben dem nachzugehen, was das Leben ausmacht und trägt.

Die Kreuzgänge in den Klöstern sind besondere Orte. Sie sind alltägliche Verbindungswege zwischen den Orten des Wohnens, Betens und Arbeitens. Und immer sind es Wege von schlichter, manchmal auch sehr reicher, Schönheit. Sie sprechen davon, dass mitten auf den Alltagswegen sich die Begegnung mit Gott ereignet. Das „Ich bin“ Jesu, kann auch uns für die Frage öffnen: wer bin ich eigentlich? Wer bin ich, mit und hinter all dem Können, Machen und Haben? So möchte auch dieser moderne Kreuzgang die Aufmerksamkeit des Herzens für Wesentliches wecken und erinnern, dass Gottes ICH-BIN-DA gilt.

Christusmeditationsweg im Kreuzgang