Abschied aus Germerode

Seit Juni 2010 leben wir als Communität im Kloster Germerode. Als Anfang des Jahres eine Mitschwester gestorben ist, wurde klar, dass wir bald zu wenige Menschen sein würden um das Leben im Haus weiterführen zu können. Wir haben viele Varianten durchgespielt und bedacht, Risiken abgewogen, Wege gesucht. Eine Idee, der wir nachgegangen sind, hat nicht zum Ziel geführt.

Weil wir in der Gemeinschaft nicht so viele Mitglieder sind, dass wir leicht aus einem Haus in ein anderes senden könnten, haben wir uns entschlossen die Kräfte zu konzentrieren und den Konvent in Germerode zu schließen. Wer den Ort kennt, weiß was für einen Schatz er birgt und wird ahnen, dass dies keine leichtfertige Entscheidung war. Staunend und dankbaren Herzens über die Fülle dessen, was uns geschenkt wurde, was wir teilen durften, verabschieden wir uns nun.

Gastfreundschaft aber soll bleiben und zwar im Haus der Communität in Hermannsburg. Dort wurde mehr Raum geschaffen um mit Gästen das Leben und die Stille vor Gott zu teilen. Wer eine Möglichkeit zum Rückzug sucht, den Alltag gut unterbrechen möchte, dabei vielleicht eine(n) GesprächspartnerIn sucht oder einfach mal in Ruhe eine Arbeit voranbringen will, ist herzlich eingeladen mit uns Kontakt aufzunehmen.

Mit einem Abschiedsfest möchten wir Gelegenheit geben zur Begegnung und um mit uns zusammen Gott zu danken für die vergangenen neun Jahre und ihn zu bitten für die Zukunft dieses Ortes. Bitte melden Sie sich kurz per Email bei uns an – das erleichtert die Planung! Danke.

Samstag, den 21. September um 14.30 Uhr
Gottesdienst in der Klosterkirche Germerode
anschließend Zusammensein bei Kaffee und Kuchen

Christusmeditationsweg im Kreuzgang

Wer jetzt in den Innenhof der Communität im Kloster Germerode eintritt, wird von dem Wort „ICH BIN“ empfangen und einer Kachel, die eine offene Tür zeigt und weitere Bodenreliefs zu den ICH-BIN-Worten des Johannesevangeliums.

Eine geöffnete Tür, das bedeutet auch Zugang haben. Das wünschen wir unseren Besuchern, dass sie Zugang finden zum Leben. Denn diese Bild-Worte handeln von dem, was zentral ist auf dem Lebensweg: Licht, Brot und Weg – behütet sein und teilen, leben dürfen über die Grenze des Todes hinaus, eins werden. Christophora Janssen OSB hat diese Kacheln entworfen und geschaffen und damit Impulse gegeben dem nachzugehen, was das Leben ausmacht und trägt.

Die Kreuzgänge in den Klöstern sind besondere Orte. Sie sind alltägliche Verbindungswege zwischen den Orten des Wohnens, Betens und Arbeitens. Und immer sind es Wege von schlichter, manchmal auch sehr reicher, Schönheit. Sie sprechen davon, dass mitten auf den Alltagswegen sich die Begegnung mit Gott ereignet. Das „Ich bin“ Jesu, kann auch uns für die Frage öffnen: wer bin ich eigentlich? Wer bin ich, mit und hinter all dem Können, Machen und Haben? So möchte auch dieser moderne Kreuzgang die Aufmerksamkeit des Herzens für Wesentliches wecken und erinnern, dass Gottes ICH-BIN-DA gilt.

Psalm 23 im Kloster entdecken

Gemeinden mit ihren Jugendlichen oder gern auch Schulklassen sind ins Kloster eingeladen, um diesem Psalm auf die Spur zu kommen.

Auf die Spur kommen ist recht wörtlich zu nehmen, denn sie machen sich auf äußere und innere Wege: über den Eichberg mit seinem weiten Blick hinüber in den Klostergarten zu allerlei Erquickungen und schließlich durchs „finstere Tal“ des Gewölbekellers an den großen Tisch im Kreuzgang zum gemeinsamen festlichen Mahl. Für diesen erlebnisorientierten Stationenweg steht ein kleines Arbeitsheft zurVerfügung. 

Sprechen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns eine Email, wenn Sie überlegen sich mit einer Gruppe auf den Weg zu machen.

Kontakt: Traudl Priller, E-Mail: germerode@communitaet-koinonia.de